Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im September 2015 zurück. Der Index fällt gegenüber dem Vormonat um 12,9 Punkte auf einen Stand von 12,1 Punkten (langfristiger Mittelwert: 24,9 Punkte). „Die Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern dämpft den Ausblick für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft. Während das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal noch stark von der Außenhandelsnachfrage geprägt war, dürften vom Export künftig weniger positive Wachstumsimpulse ausgehen“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest.

Die Bewertung der konjunkturellen Lage in Deutschland legt leicht zu. Der Index gewinnt 1,8 Punkte und steht nun bei 67,5 Punkten.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone verschlechtern sich. Der Erwartungsindikator fällt um 14,3 Punkte auf 33,3 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im September 2015 um 0,6 Punkte auf minus 9,7 Punkte verbessert.

Frühindikator für die wirtschaftliche Lage in Deutschland

Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden monatlich erhoben. An der Umfrage beteiligen sich bis zu 350 Finanzexperten. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder. Abgefragt werden auch die Erwartungen für die Eurozone, Japan, Großbritannien und die USA.

Quelle: ZEW