Jedem Anleger sind die Wertpapierkennummern WKN oder Ticker bekannt. In Deutschland bestehen sie aus sechs Ziffern oder Buchstaben und sorgen dafür, dass Aktien eindeutig zu zuordnen sind. In den USA gibt es statt WKNs nur Buchstabenkürzel, die sogenannten Tickersymbole.

Diese Tickersymbole bestehen in der Regel aus ein- bis vierstelligen Buchstabenkombinationen. Je nach Unternehmensname sind die Kürzel ableitbar wie z.B. GM für General Motors oder DIS für Walt Disney.

Grundsätzlich repräsentieren alle Kürzel mit ein bis drei Buchstaben Papiere, die an der New York Stock Exchange NYSE notiert sind, während Tickersymbole mit vier Buchstaben für Aktien an der Technologiebörse NASDAQ stehen.  Wenn  ein Unternehmen Gläubigerschutz beantragt, also insolvent ist, bekommt das Kürzel ein Q an das Ende. Damit einher geht dann im Regelfall auch der Wechsel von einer normalen Börse hin zu dem in den USA OTC-Handel genannten Freiverkehr.

Natürlich kann es auch schon mal zu Verwechslungen kommen. Wie zum Beispiel jüngst beim  Börsenaspirant Twitter, der in Kürze unter dem Symbol TWTR gehandelt wird. Er wurde verwechselt mit dem dem Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Tweeter Home Entertainment Group, der aufgrund der Insolvenz unter dem Symbol TWTRQ  im OTC-Handel gehandelt wird.

Versehentlich griffen die Anleger bei der Tweeter-Aktie zu, die daraufhin von zuvor 5 Cents in unbekannte Höhen schoss. Bei einem Plus von 685 Prozent griff die Aufsicht ein und setzten den Handel der Aktie wegen eines „außergewöhnlichen Ereignisses“ aus. Nicht verhindert werden konnte, dass mehr als 14 Millionen Tweeter-Aktien gehandelt wurden! Das waren so viele, wie in den vergangenen sechs Jahren nicht mehr.

Was lernen wir daraus? Mit WKNs oder eine ISIN wäre das nicht passiert – die sind immer eindeutig, egal in welchem Handelssegment die Aktie gerade gehandelt wird.