„Frauen sind bessere Börsianer!“ schrieb „Bild“ vor wenigen Tagen. Grundlage für diese Aussage bildete eine Privatanlegerstudie des Direktbrokers ING Diba. Bei der Auswertung von 600.000 Wertpapierdepots stellte sich nämlich heraus, dass Frauen deutlich erfolgreicher investieren als Männer. Denn im zurückliegenden Jahr erwirtschafteten weibliche Depot-Inhaberinnen im Schnitt eine Rendite von 5,8%, während ihre männlichen Pendants „nur“ auf ein Plus von 4,1% kamen.

Der Performance-Unterschied von 1,7 Prozentpunkten in absoluten Zahlen klingt zwar auf den ersten Blick nicht viel. Doch im Verhältnis haben weibliche Anlegerinnen die männlichen Ergebnisse um 42% übertroffen. Hut ab! Dabei handelt es sich bei dieser Erkenntnis keineswegs um eine große Überraschung. Denn bereits in einer vor zwei Jahren durchgeführten Untersuchung lagen Frauen in Sachen Rendite ebenso deutlich vor den Herren der Schöpfung. Das ist das Erfolgsrezept:

Frauen legen Wert auf eine breite Risikostreuung, denken langfristig und wägen Chancen und Risiken eines Investments genau ab. Und wenn es einmal in die falsche Richtung geht, haben Frauen (im Gegensatz zu so manchem gestandenen Mannsbild) kein Problem damit, einen Fehler rechtzeitig einzugestehen und somit Verluste zu begrenzen. Genauso wie im Turnaround-Trader, der in diesem Sinne durch und durch weiblich ist. Denn:

Bevor eine Aktie in die engere Wahl kommt, erfolgt eine sorgfältige fundamentale Prüfung der Turnaround-Kandidaten. Natürlich handelt es sich um angeschlagene Werte, die sich in einer Sondersituation befinden. Nur solche Titel kommen für Investments in Betracht, die in der Lage sind, aus eigener Kraft gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Beim Comeback eröffnen sich bis zu den vorangegangenen Kursniveaus stets Potenziale zur Kursverdoppelung oder sogar -vervielfachung.

Übrigens: die CATE-Wikifolios werden von einer Frau gemanaget.