„Die Fragen eines Value-Investors lauten grundsätzlich: Ist es das Unternehmen überhaupt wert, dass ich seine Aktien erwerbe? Falls ja, kann ich diese Anteile unter Wert kaufen? Erst wenn die Antwort zweimal „ja“ lautet, ist die langfristige Aktienanlage nach der Value-Strategie erfolgreich. Dabei ist der ein oder andere Börsencrash äußerst hilfreich, um Anteile von guten Unternehmen zum Schnäppchenpreis zu erwerben.
Die Einschätzung von „Werten“ ist allerdings immer sehr subjektiv. Gerade im Bereich von Aktien ist die Uneinigkeit unter den Marktteilnehmern groß. Bei jedem Kauf, den ich im Glauben tätige, mehr zu bekommen, als ich bezahle, gibt es einen Verkäufer, der gegenteiliger Meinung ist. Mit anderen Worten: Während der eine hofft, ein Rennpferd erworben zu haben, ist der andere froh, seine lahme Ente losgeworden zu sein.

Achten Sie auf den Wert

Es hilft daher sehr, sich vor jeder Entscheidung für eine Aktie klarzumachen, woran genau sich deren Wert – im Sinne von Qualität – bemisst. Dafür wird kein Expertenwissen benötigt, sondern es reicht meist der gesunde Menschenverstand. Meine Checkliste besteht aus nur zwei Punkten:

1. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Produkte und Dienstleistungen des in Frage kommenden Unternehmens auch in Zukunft noch nachgefragt werden?

2. Gibt es einen langfristigen Wettbewerbsvorteil?

Mit diesen zwei Fragen kann herausgefunden werden, ob die potentielle Anlagemöglichkeit langfristig etwas taugt. Der subjektive Teil der Einschätzung (die Aktie ist gerade „in“, die Branche boomt etc.) wird vom objektiven Part abgespalten und nur für letzteren sollte bezahlt werden.

…und auf die Bewertung

Aber: ein Unternehmen kann noch so toll sein, wenn die Aktie zu teuer ist, werden Sie damit keinen Erfolg haben. Jeder Kaufmann weiß, dass im Einkauf der Gewinn liegt, das gilt auch beim Investieren. Langfristig passt sich der Kurs eines Unternehmens immer dem fairen Wert an, sollte dieser geringer sein, als der Kaufpreis, sinkt also der Kurs in diesem Fall fast zwangsläufig. Nach der Frage nach der Unternehmensqualität schließt sich also immer das Problem der Bewertung an. Wie Warren Buffett, der derzeit beste Value-Investor, den fairen Wert ermittelt, brachte er 1996 zu Papier:

„Der innere Wert lässt sich einfach definieren: es ist der abgezinste Cashflow, der über die restliche Lebensdauer der Firma aus dem Unternehmen entnommen werden kann. Die Berechnung ist jedoch nicht so einfach. Wie unsere Definition vermuten lässt, ist der innere Wert eher einen Schätzung als eine präzise Größe.“
Quelle: Katja Zacharias, boerse.de-Aktienbrief

Unser Rat: Wenn Sie sich nicht zutrauen, selbst die Qualität eines Geschäftsmodells richtig einordnen und einen zuverlässigen Schätzwert für den inneren Wert eines Unternehmens abgeben zu können, können Sie einfach Aktien aus den tagesaktuellen Aktenempfehlungen von CATE auswählen. Diese berücksichtigen eine Vielzahl von Selektionskriterien und filtert qualitativ hochwertige Anlagen heraus, denn hinter Aktien mit langfristig positivem Kursbild stehen immer Unternehmen, deren Produkte dauerhaft gefragt sind und die einen Wettbewerbsvorteil haben.  Damit sind Sie gut gerüstet, um echte Börsenschnäppchen machen zu können!