Wöchentlich ermittelt die Börse Frankfurt bei etwa 900 Investoren, davon rund 300 institutionelle Investoren, d.h. Fondsmanager, Vermögensverwalter, Eigenhändler oder Asset-Manager, und ungefähr 600 private Anleger, ob der DAX in den folgenden vier Wochen steigt, fällt oder sich seitwärts bewegen wird.  Der „Sentiment-Indikator“ ist ein Stimmungsindikator zum DAX.

Diesmal läßt es sich wie folgt zusammenfassen:

Die einen verkaufen ihre Aktien, die anderen machen ihre Short-Engagements dicht, unterm Strich treffen sich beide Anlegergruppen auf der leicht bullishen Seite.

Obwohl sich der DAX kaum verändert – minus 20 Punkte seit vergangenem Mittwoch – trennen sich Anleger sowohl auf der Long- wie auf der Short-Seite von ihren Positionen. 10 Prozent der befragten Institutionellen Anleger haben Aktien verkauft und 1 Prozent die Short-Version glattgestellt. Der Sentiment-Index liegt mit +2 Punkten leicht bullish. Von den Privaten haben sogar 9 Prozent glatt gestellt. Das Sentiment hebt sich auf +7 Punkte.

Spezialisten glabuen, dass die professionellen Anleger nur noch auf die Kursdelle reagieren konnten, während ein großer Teil der Privaten sie vorher gesehen hat. Neben den geopolitischen Unsicherheiten drückten aber auch das abflachende Interesse internationaler Investoren am hiesigen Aktienmarkt auf Stimmung und Kurse.

In der Summe sind sowohl bei den institutionellen als auch bei den privaten Anlegern die Optimisten in der Überhand, allerdings sei der Sentiment-Index weit unter seinem Jahresdurchschnitt, so dass selbst weitere Verluste nicht so viele Anleger in Schieflage geraten sollten. Viel größer sei die Gefahr sinkender Nachfrage ausländischer Investoren.