Die Managementberatung Oliver Wyman hat im Rahmen ihres „Personal Financial Assets-Report 2013“ interessante Zukunftsaussichten über die private Vermögensentwicklung  veröffentlicht.
Geht es nach dem Report von Oliver Wyman werden sich private Vermögenswerte wie Einlagen, Immobilien, Versicherungen und Pensionsguthaben in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Mit einem Wachstum von 6,7 Prozent pro Jahr werden sie von 206 Billionen US-Dollar im Jahr 2012 auf 394 Billionen US-Dollar im Jahr 2022 wachsen, so die Prognose. Diese Zahlen sind umso erstaunlicher, da die globalen privaten Vermögenswerte 2012 nur um 5 Prozent wuchsen. Das ist etwas weniger als das durchschnittliche jährliche Wachstum von 5,4 Prozent über die letzten 25 Jahre hinweg.

Die Zunahme des Bestands privater Vermögenswerte in den westlichen Industrieländern, wie Nordamerika, Westeuropa und Japan soll laut der Studie über die nächsten zehn Jahre 120 Billionen US-Dollar betragen. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 3 bis 7 Prozent pro Jahr.

Der größte Teil des absoluten Wachstums privater Anlagevermögen wird somit weiterhin in entwickelten Märkten generiert, trotz niedrigerer Wachstumsraten. Der größte Wachstumsmarkt bleiben die USA mit einem Anstieg der privaten Vermögenswerte von 50 Billionen US-Dollar, davon neue Zuflüssen in Höhe von 20 Billionen US-Dollar.

Während die Industrieländer von ihrem hohen Ausgangsniveau zehren, können die Entwicklungsländer von ihrem höheren Wachstum profitieren. Laut Oliver Wyman werden diese ein Vermögenswachstum von 10 Prozent erzielen. Gründe dafür sind hauptsächlich das Bevölkerungswachstum und die Tatsache, dass Privatpersonen vermögender werden und einen größeren Anteil ihrer Einkünfte sparen können.

Märkte wie beispielsweise die Türkei, Brasilien, Mexiko, Russland, Indonesien und China werden laut des Reports 70 Billionen US-Dollar des absoluten Wachstums ausmachen. Mit 35 Billionen US-Dollar machen die Entwicklungsmärkte den Großteil der insgesamt erwarteten Neuzuflüsse von 60 Billionen US-Dollar aus.

Laut des Reports macht zwar das Eigenheim den größten Teil der gesamten Vermögensbasis aus. Es erzielte aber das geringste Wachstum im Verlauf der letzten zwanzig Jahren – besonders in der letzten Dekade.
Man kommt letztlich immer wieder auf die gleiche Asset-Klasse zurück, wenn es um eine langfristig gute und solide Rendite geht. Aktien. Und wenn man nun weiß, dass wir uns am Anfang einer neuen Aktien-Ära befinden, dann sollte jeder Investor über seine Vermögensaufteilung einmal nachdenken. Es sollten grundsätzliche Überlegungen sein – sprich wie viele Prozent des persönlichen Vermögens ist in welchen Bereich zu investieren sind. Unter anderem gilt es zu versuchen, das sogenannte „Klumpenrisiko“ möglichst klein zu halten, also zum Beispiel nicht unbedingt 80 Prozent und mehr des Vermögens in Immobilien blockiert zu haben.