Christoph A. Scherbaum, Chefredakteur von Börsenausblick von „boerse.de“, sprach gestern mit drei befreundeten US-Kollegen, mit denen er alle paar Wochen per Skyp über die Entwicklung an der Börse redet. Dieses Mal deckt sich der Lagebericht erstaunlich gut mit seiner Meinung. Er schreibt: „Meine ansonsten eher skeptischen Kollegen aus News York und Boston sind positiv gestimmt, was die kommenden Monate an der Börse angeht. Es erwartet jeder, dass beispielsweise der Dax die 10.000er-Marke knacken wird. Sie gehen ebenfalls davon aus, dass der deutsche Leitindex aber diese historische Bestmarke kaum im ersten Anlauf so richtig klar überwinden wird. Rücksetzer sind fest eingeplant und machen auch keinen irgendwie nervös. Das gleiche Szenario wird seitens meiner US-Kollegen übrigens auch beim Dow Jones gesehen. Hier wird ebenso ein Luftholen erwartet, was wiederum jedem Anleger tolle (Nach-)Kaufmöglichkeiten ermöglicht. Spannend fand ich auch die Einschätzungen zur aktuellen Notenbank-Politik in Europa. Einstimmiger Tenor:

Egal wie sich die EZB am Donnerstag äußern wird – langfristig werde es weiter nach oben gehen, so die klare Meinung. Denn es würden nach wie vor die richtigen Anlagealternativen fehlen, welche eine bessere Rendite als Aktien abwerfen. An dieser Stelle kann ich nur beipflichten. Natürlich sind die US-Kollegen, teilweise mit über 25 und mehr Jahren an Börsenerfahrungen, nicht repräsentativ, aber dennoch merkt man, fie aktuelle Stimmung ist keineswegs euphorisch, dennoch gesund optimistisch. Das bringt mich an dieser Stelle einmal mehr auf das aktuelle Dax-KGV von 13,70. Das heißt wir sehen derzeit wohl immer noch keine (großen) Übertreibungen. Gemessen am durchschnittlichen Dax-KGV von 19 der vergangenen 30 Jahren können wir nach wie vor im deutschen Leitindex von einer günstigen Bewertung sprechen. Das heißt, einen überbewerteten heimischen Aktienmarkt haben wir also keineswegs – auch dann nicht, wenn am Donnerstag die EZB die (hohen) Erwartungen der „Fundamentaldaten-Börsianer“ erfüllt. Dann könnte es noch einmal einen guten Rutsch nach oben geben. Und falls die Euro-Wächter „enttäuschen“? Dann werden wir in den vielen Marktberichten online und im Fernsehen etwas von „Unsicherheit im Markt“ und „Gewinnmitnahmen“ lesen und hören können.“

Was heißt das für uns? Stock Picking ist angesagt. Nutzen Sie die tagesaktuellen Aktienempfehlungen von CATE. Dann haben Sie schon mal eine gute Auswahl.