Für ihre Erkenntnisse über das Funktionieren der Aktienmärkte werden Robert J. Shiller, Eugene F. Fama und Lars Peter Hansen mit der weltweit wichtigsten Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaftler geehrt.

„Der Preis ehrt die empirischen Analysen über die Preisbewegungen von Anlagen wie Aktien und Anleihen“, sagte der Ständige Sekretär der Wissenschaftsakademie, Staffan Normark. „Das Besondere an dieser Auszeichnung sei der Praxisbezug: Die Arbeit der Preisträger habe „nicht nur die Sichtweise unter Forschern verändert, sondern auch die Marktpraxis in vielerlei Hinsicht beeinflusst“, erklärte Per Krusell vom Institut für Internationale Wirtschaftsstudien an der Universität Stockholm.  Was die Forscher herausgefunden hätten, habe „vielen, vielen Anlegern rund um die Welt geholfen, viel günstiger in Aktienmärkte zu investieren, als sie es sonst gekonnt hätten“, ergänzte Per Strömberg vom Preiskomitee. „Die Bedeutung ihrer Arbeit ist dass sie unser Verständnis darüber, wie Finanzmärkte funktionieren, wenn sie gut oder weniger gut funktionieren, wirklich sehr verbessert hat,“ ergänzt die Akademie.

Mit Robert Shiller werden Forschungen gewürdigt, die praxisnah sind. Er fand heraus, dass der langfristige Trend von Kursen unter gewissen Voraussetzungen vorausgesagt werden könne. Durch seine Erkenntnisse entwickelte sich das Gebiet der “Behavioral Finance” weiter. Eugene Fama gilt als Vetreter der Effizientmarkthypothese. Lars Peter Hansen, entwickelte statistische Methoden zur Überprüfung von Finanzmarktheorien.

Der diesjährige Ökonomie-Nobelpreis bestätigt die Freunde der technischen Analyse und gibt vielleicht so manchem Sparbuch-Anleger Mut, sich mit dem Aktien-Metier zu beschäftigen.