Privatanleger haben schon lange mehr keine Renditen auf Sparbuch, Tages- oder Festgeldkonten. Laut Aussagen der BaFin stehen nun auch die Banken und Bausparkassen vor zwei großen Problemkreisen. Zum einen wird es immer unmöglicher, die hohen Renditeversprechen der Vergangenheit einzuhalten, da es die Märkte schlicht nicht hergeben. Zum anderen wächst die Gefahr eines plötzlichen Zinsanstiegs, je länger das Niedrigzinsniveau anhält.
Auf einer Bankentagung der „Börsen-Zeitung“ stellte die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Elke König, fest, dass bei anhaltend niedrigem Zinsniveau „die Branche weiter gegensteuern und über neue Lösungen und andere Geschäftsmodelle nachdenken“ muss. Mit Blick auf das „Medikament“ Niedrigzinsen stellte König ernüchternd fest: „Die Medizin, die die EZB den Banken und den Staaten verabreicht hat, um sie zu stützen, hat wie jede Medizin Nebenwirkungen.“

Es zeigt sich, dass bei Banken oder Versicherungen derzeit keine vernünftigen Renditen erzielt werden können. Da lohnt sich dann ganz einfach der Blick auf die Anlagemöglichkeiten mit Aktien. Dort sorgt das Niedrigzinsumfeld für gegenteilige Effekte, denn günstigere Zinsen lassen mehr Geld für den Aktionär übrig.