Der ethisch-ökologische Natur-Aktien-Index (NAI) hat die internationale Kaffeehauskette Starbucks ausgeschlossen. „Bei der Förderung von Öko-Kaffee ist Starbucks nach wie vor sehr engagiert, aber die Tricksereien von Starbucks zur Vermeidung von Steuerzahlungen widersprechen den Prinzipien eines nachhaltigen Wirtschaftsstils“, erklärte Horst Hamm als Sprecher des NAI-Ausschusses. Der NAI setzt damit ein demonstratives Zeichen gegen die massive Ausnutzung von Steuerschlupflöchern.

An Stelle von Starbucks ist im NAI künftig der Kaffeegroßhändler Green Mountain Coffee vertreten, der im Bio- und Fairtrade-Bereich engagiert ist. Das Unternehmen ist mit 5.800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr ein weltweit führender Spezialitätenanbieter für Bio-Kaffee und fair gehandelte Kaffeeprodukte geworden. Während in Deutschland der Anteil von fair gehandeltem Kaffee nach wie vor weniger als 2 % beträgt, liegt dieser Anteil in den USA inzwischen bei 18%. Green Mountain hat am fair gehandelten Kaffee ebenso wie am Bio-Kaffee einen Anteil von 10 % in den USA.

Außerdem gehört künftig auch das britische Unternehmen Kingfisher zu den 30 Unternehmen im NAI. Kingfisher ersetzt im NAI das österreichische Wasserunternehmen BWT, das wegen Übernahme ausscheidet.

Sie finden den NAI in CATE unter den Indizes.

Der NAI nimmt Unternehmen in den Index auf, die im ökologischen und auch im sozialen Bereich zu den Branchenvorreitern gehören. Der NAI ist ein renommierter Maßstab für ökologische Geldanlagen. Er wurde 1997 ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass ökologisch wirtschaftende Unternehmen auch an der Börse einen Vorteil gegenüber konventionellen Firmen haben. Er hat sich sehr erfolgreich entwickelt und ist seit der Gründung um rund 500 % gestiegen.

CATEs Musterdepot „Natur“ empfiehlt diese Aktien zurück, wenn sie den CATE-Kriterien für Musterdepots entsprechen.