Nachhaltigkeit liegt im Trend, nicht erst seit gestern. Doch was dieser Grundsatz bei Anlageentscheidungen bedeutet, darüber bestehen mehrere Ansichten. Wer das Wort Nachhaltigkeit hört, denkt zumeist an eine lang anhaltende Wirkung mit ökologischem Hintergrund. Nachhaltige Geldanlagen sind in Deutschland seit Jahren auf dem Vormarsch, wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) erst jüngst wieder feststellte. Binnen eines Jahres sei das Volumen dieser Investments um neun Prozent gewachsen. Nach dem Marktbericht des FNG für 2014 belaufen sich die aktuellen ökologisch und sozial korrekten Investments auf knapp 80 Milliarden Euro. „Die Vielfalt am nachhaltigen Anlagemarkt nimmt seit Jahren zu und überzeugt immer mehr private und institutionelle Investoren.

Doch was genau heißt nachhaltig? Beliebt sind die Ansätze Best-in-Class einerseits sowie Positiv- beziehungsweise Ausschlusskriterien andererseits. Bestin-Class bedeutet, dass das Fondsmanagement jene Unternehmen aussucht, die innerhalb ihrer Branche bei Ökologie, sozialem Anspruch und ethischen Kriterien (Enviromental, Social and Governance, ESG) besser abschneiden als ihre Konkurrenten. Nachteil: Nach dem Best-in-Class- Prinzip könnten theoretisch etwa auch Waffenproduzenten und Kernkraftbetreiber für einen sogenannten Nachhaltigkeitsfonds ausgewählt werden – wenn sie in puncto ESG besser performen als ihre Konkurrenten. Das Best-in- lass-Prinzip wird trotz offensichtlicher Schwächen zum Beispiel von den Nachhaltigkeits-Indizes der Dow Jones Sustainability Index-Familie und dem MSCI World ESG Index verwendet. Viele der in diesen Indizes vertretenen Unternehmen dürften jedoch den wachsenden Ansprüchen jener Anleger, die an ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien interessiert sind, kaum genügen.

So zählt das FNG als positive Anlagekriterien unter anderen auf: vorsichtige Unternehmensführung, Berichterstattung zu ökologischen Aspekten der Geschäftstätigkeit und zu sozialen Belangen sowie eine Berichterstattung zu Zielen der Corporate Social Responsibility. Als negative Auschlusskriterien führt das FNG unter anderen auf: Tätigkeit in den Bereichen Kernenergie, Agrochemie, Genmanipulation, Rüstung, Pornografie, Alkohol, Tabak, Glücksspiel sowie Verstöße gegen internationale Abkommen, die Menschenrechte und verschiedene Konventionen und Gesetze.

Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Mainstream. Damit es keine Mogelpackung wird, müssen Sie keine Fonds kaufen. Sie können auch in „Natur-Aktien“ direkt investieren. Die tagesaktuellen Aktienempfehlungen von CATE haben eine Rubrik „Natur/Nachhaltikeit“. Dort finden Sie nur Aktien des NAI, aus dem SARASIN FOND und CERES, und Firmen, die über ein zertifiziertes Umweltmanagment verfügen.

Heute steht an der Spitze der Empfehlungen das Homöopatie-Unternehmen BOIRON (ISIN FR 0000061129) aus dem NAI.

Chart Kurs Kursverlauf NAI - Der Natur-Aktien-Index, ISIN: DE000A1A4ZT2, WKN: A1A4ZT