Am 14.7.15 gab es eine Einigung zwischen dem Iran und den sogenannten „P+1-Staaten (USA, China, Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland). Im Sinne des Weltfriedens ist diese Eingung sehr zu begrüßen.  Welche Folgen hat  sie aber auf die Wirtschaft und den Aktienmarkt?  Der Ölpreis Sorte WTI fiel nach dieser Einigung um rund einen Dollar je Barrel. Die Logik vieler Marktteilnehmer war offensichtlich: Wenn nun Sanktionen gegen den Iran wegfallen, kann dieser seine Öl-Exporte deutlich erhöhen. Das wiederum wird wahrscheinlich den Preis drücken. Von iranischer Seite hieß es, dass die Öl-Exporte des Landes um bis zu 1 Mio. Barrel pro Tag innerhalb der kommenden Monate erhöht werden können.  Insofern ist es verständlich, dass der Ölpreis nun etwas gefallen ist – als alleinige Begründung für einen stärkeren, nachhaltigen Preisrückgang ist der Faktor „Iran“ aber wohl zu wenig.

Viel interessanter für die europäische Wirtschaft finde ich hingegen die Tatsache, dass der Iran die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt hat. Und laut iranischer Führung besteht großes Interesse an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa, inkl. Bau einer Erdgas-Pipeline. Dies könnte durchaus zu einer „win-win“-Situation im Rahmen einer friedlichen Zusammenarbeit werden.

Wenn Sie sich für Öl-Aktien entscheiden, sollten Sie sie unbedingt mit dem Überwachungsservice „CATE Aktien-Alert“ beobachten lassen. Dann sind sie auf der sicheren Seite, wenn es eine Talfahrt geben sollte.