Alle drei Monate – so auch am Mittwoch, dem 4. September, wird vom „Arbeitskreis Aktienindex“ der Deutsche Börse entschieden, welche Unternehmen in die Auswahlindizes DAX, TecDAX, MDAX und SDAX aufgenommen werden, bzw. sie verlassen müssen. Das von der Deutschen Börse organisierte Gremium, bestehend aus Vertretern von Banken und Spezialisten der Deutschen Börse, überprüft regelmäßig und beschließt die Anpassungen gemäß einem streng geregelten Ablauf. Denn wer auf-, ab- oder umsteigt, bewegt nicht selten den Markt. Am 23. September wird die Zusammensetzung der Auswahlindizes turnusgemäß angepasst. Die Änderungen werden selbstverständlich in die Auswahlliste von CATE eingepflegt.

Folgende Änderungen sind vom „Arbeitskreis Aktienindizes“ beschlossen worden:

Die Aktien der Osram Licht AG, Evonik Industries AG und RTL Group werden in den MDAX aufgenommen. Die Aktien von BayWa AG, Puma SE und SGL Carbon verlassen den Index.
In SDAX werden die Aktie von BayWa AG, Puma SE, SGL Carbon, Kion Group AG und Deutsche Annington Immobilien SE aufgenommen. Die Aktien von Praktiker, RTL Group, SKW Stahl-Metallurgie Holding AG, Highlight Communications AG und SMT Scharf AG verlassen den Index.
In TecDAX ergeben sich folgende Änderungen: Die Aktien der CompuGroup Medical AG und Nemetschek AG werden in TecDAX aufgenommen. Die Aktien von Euromicron AG und Süss MicroTec AG verlassen den Index.
Der nächste Termin für die planmäßige Überprüfung der Aktienindizes der Deutschen Börse ist der 4. Dezember 2013. Es gibt klare Regeln, ob ein Unternehmen aufgenommen wird oder einen Index verlassen muss. Grundsätzlich müssen Unternehmen für eine Aufnahme in die wichtigen Auswahlindizes die Transparenz-Anforderungen des Prime Standard erfüllen, fortlaufend auf Xetra gehandelt werden, über einen Unternehmenssitz in Deutschland verfügen, bzw. einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit dort ausüben und mindestens 10 % der Anteile im Streubesitz haben. Im Moment erfüllen gut 300 Unternehmen die ersten drei Kriterien.

Wer von diesen in den DAX kommt, hängt allein vom Orderbuchumsatz und der Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz ab. Bei anderen Indizes werden auch qualitative Faktoren wie die Sektorzugehörigkeit oder die Dividendenrendite und der Handelsumsatz in einer Aktie mit betrachtet. Für die Bewertung gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Die reguläre Überprüfung und das strengere Fast Exit/Fast Entry. Für den DAX beispielsweise muss ein Unternehmen bei der regulären Überprüfung zu den 30 größten Werten nach Orderbuchumsatz oder Marktkapitalisierung gehören, für einen schnellen Einstieg (Fast Entry) zu den 25 größten. Der DAX wird regulär nur einmal im Jahr, jeweils im September, überprüft und angepasst. Für MDAX und TecDAX gibt es zwei planmäßige Anpassungen, immer im März und September. Der SDAX wird vierteljährlich untersucht. Die Regeln für den schnellen Einstieg oder Ausstieg greifen dagegen vierteljährlich bei allen Indizes. Die genauen Rangkriterien finden Sie im Leitfaden für Indizes auf dax-indices.com. Daneben gibt es noch außerordentliche Anpassungen, wenn Unternehmen beispielsweise fusionieren, insolvent werden oder sich ihre Anteile in Streubesitz drastisch verringern.