Seit vergangenen Donnerstag ist klar, für wann Mario Draghi den Start der Anleihekäufe durch die europäische Notenbank EZB vorgesehen hat: Es ist der heutige Montag. Damit wird nun Gewissheit, was der vorderste europäische Zentralbanker Ende Januar angekündigt hat:  Jeden Monat sollen durch die EZB Euro-Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Mrd. Euro gekauft werden. Vorgesehen ist das Anleihekaufprogramm bis mindestens September 2016.

Hauptgrund für die ungewöhnliche Maßnahme ist die anhaltende Schwäche der Wirtschaft in vielen Euro-Staaten. Im Gegensatz zu Deutschland läuft es im Rest der Eurozone – allen voran im Sorgenland Griechenland – überhaupt nicht. Allerdings hat bereits die Ankündigung des Anleihekaufprogramms dafür gesorgt, dass die Wirtschaft sich erholt. Ein Start der Anleihekäufe wäre also zunächst wohl nur bedingt notwendig gewesen.

Eine direkte Folge der Bekanntgabe, wann der Start der Anleihekäufe erfolgt, war ein neuerlicher Absturz des Euro auf ein 11-Jahrestief. Doch auch dies ist von Mario Draghi augenscheinlich so einkalkuliert.

Durch die Schwäche der Gemeinschaftswährung soll die europäische Exportindustrie schließlich angekurbelt werden! Entsprechende Effekte sind bereits absehbar, wenngleich ein Großteil der Krisenländer nichts von einem schwachen Euro hat, da die Exporte mehrheitlich in der Eurozone landen…

Der schwache Euro soll dennoch in Verbindung mit den Niedrigzinsen für einen flächendeckenden Aufschwung sorgen – so hofft es zumindest die EZB. Welche Effekte der Start der Anleihekäufe tatsächlich haben wird, werden wir in den kommenden Monaten sehen. Ein Ende vor dem bekanntgegebenen Ende im nächsten September wird von vielen Marktteilnehmern als äußerst unwahrscheinlich angesehen. Sie als Börsianer machen wiederum eines ganz einfach weiterhin:

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