Es klingt ernüchternd: Wer sein Geld gemäß seiner Risikoneigung in eine standardisierte Vermögensverwaltung mit Fonds investiert, darf keine zu hohen Ansprüche an die Rendite stellen. Das Depotvermögen schwankt dafür weniger stark als an den Aktienmärkten. Doch zwischen den Anbietern gibt es große Unterschiede. Das zeigt eine Studie des Beraters Fonds Consult. „Fonds-Vermögensverwalter stecken das Geld ihrer Kunden meist in Dachfonds“ – sagt Rüdiger Sälzle, der Chef des Fondsberaters Fonds Consult, „die wiederum in Fonds investieren, und versuchen Kursverluste zu begrenzen“. So erzielen die Fondsmanager oft stabilere Erträge als Direktinvestitionen am Aktienmarkt. Doch alle Anbieter am deutschen Markt hinken bereits vor Berücksichtigung von Kosten hintern Börsen-Vergleichsindizes hinterer, wie die Studie zeigt. „Enttäuschend“ findet Sälzle. Viele Fondsmanager hätten zuletzt zu wenig international angelegt und Anleihekapital zu kurzfristig investiert, so in der Niedrigzinsphase kaum mehr Zinsen erhalten. Aber vor allem störten die hohen Kosten. Kosten für Management und Vertrieb führten bei einigen Anbietern in den letzten Jahren dazu, dass Kundenvermögen verbrannt wurden.

Dennoch: Vermögensverwaltung mit Fonds ist gefragt. Seit 2011 stieg das Kapital dank Zuflüssen und Kursgewinnen um zwei Drittel auf gut 40 Milliarden Euro. Die größten Anbieter am deutschen Markt sind die Commerzbank vor der genossenschaftlichen Union Investment und der Sparkassentochter Deka. Grund: Die Anleger suchen höhere Renditen als auf dem Sparkonto. Da sie Aktien scheuen, verkaufen Finanzberater ihnen aus verschiedenen Wertpapieren zusammengesetzte Produkte. Anleger sollten genau schauen, welche Rendite sie dort bei welchem Verlustrisiko erhalten.