Die Deutschen und die Zinsen sind ein absolutes unzertrennliches Traumpaar. Nicht einmal das aktuell anhaltende Niedrigzinsniveau schafft es, eine Trennung herbeizuführen. Egal welche Umfrage man betrachtet: Deutsche Sparer halten auf Gedeih und Verderb an ihren Zinsanlagen fest. Leider. Neuestes Beispiel hierfür ist der „Sparerkompass 2015″ der Bank of Scotland. 64 Prozent der Befragten legen regelmäßig etwas zurück, jeder vierte immerhin gelegentlich. Im Jahr 2014 hatten sich noch 60 Prozent zum regelmäßigen Sparen bekannt. Überraschend ist zudem, dass die Sparbeträge steigen. 64 Prozent legen laut der aktuellen Umfrage inzwischen monatlich mehr als 100 Euro zur Seite. Im Vorjahr waren es nur 56 Prozent. Angesichts der Zahlen besteht noch Hoffnung, denn das gesparte Geld könnte ja auch in Aktien fließen. Doch weit gefehlt!

Die beliebtesten Sparformen sind laut dem Sparerkompass 2015 weiterhin das Sparbuch (52 Prozent), die Lebensversicherung (50 Prozent) und das Tagesgeldkonto (49 Prozent). Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings dennoch: Während sich Fondsanteile und Aktien bei nur 32 bzw. 16 Prozent der befragten Anleger im Bestand finden, hat sich die Wertschätzung für die Kapitalmarktnahen Produkte generell deutlich gebessert. Sahen 2014 noch 19 Prozent in Fonds die beste Kombination aus relativ geringem Risiko und relativ hoher Rendite, so ist der Wert inzwischen auf 26 Prozent gestiegen. Der Weg vom Fonds zur Direktanlage in Aktien ist dann eigentlich nicht mehr weit – so habe ich zumindest die Hoffnung. Denn, wer einmal die hohen Gebühren und die geringe Performance von Fonds hautnah erlebt hat, wird sich rasch nach Alternativen umsehen. Mit Aktien-Investments sind diese rasch gefunden. Dank günstiger Transaktionskosten durch diverse Direktbanken ist die Kostenseite des persönlichen Aktien-Engagements überschaubar. Bei der Langfrist-Performance reicht hingegen ein Blick auf die großen Indizes Dax oder Dow Jones, um neidisch zu werden. Wer es dagegen ein wenig sicherer haben will, schaut sich die Aktienempfehlungen von CATE an.