Aktien und Gold gegen die schleichende Enteignung

Der Weg aus der Schuldenkrise führe nur über die Enteignung der Sparer, so der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Fondsmanager Prof.  Dr. Max Otte  bei seinem Besuch in der Kieler Business Lounge am 26.2.2014.  Der Kölner Ökonom gehört zu den wenigen Wirtschaftswissenschaftlern, die schon früh vor der Finanzkrise gewarnt haben – und zwar 2006 in seinem Buch „Der Crash kommt“. Auch am Mittwoch zeigte sich der Ökonom wenig optimistisch und hatte keine guten Nachrichten für seine Zuhörer: „Es tut mir ja leid, aber Sie werden die Zeche zahlen müssen“, so Prof. Dr. Otte. Rund 160 Gäste waren gekommen, um sich vom Finanzexperten Tipps zu holen und seiner Einschätzung der wirtschaftlichen Lage zu lauschen.

Seit Jahren halten die Notenbanken die Zinsen niedrig, um den hoch verschuldeten Staaten die Entschuldung zu erleichtern – so Otte. Da die Guthabenzinsen für Sparbücher und Tagesgeldkonten unterhalb der Inflationsrate liegen, verlieren viele Sparer Geld. „Die finanzielle Repression trifft nicht die Superreichen, es trifft wieder die Mittelschicht“, warnte Otte. Um sich die schleichenden Enteigung zu entziehen, rät er, mehr in Aktien zu investieren. Auch Gold, in kleinen Mengen zu Hause aufbewahrt, sei eine gute Wahl. Ohne Gegenmaßnahmen, so sein Fazit, zahlten die Sparer und der Mittelstand für die Schuldenkrise.