CATE Bulle 27.06.13

Der Bullenindikator von CATE ermittelt den Mittelwert der Langfrist- (Sterne) und Kurzfrist-Bewertungen (farbige Pfeilsymbole) der Wertpapiere die von CATE diagnostiziert werden.  Verfolgt man den Farbgebung des Bullen, so zeigt er seit Juni 2012 – mit einigen Schwankungen – eine stetig bessere Stimmung. Anteilig stieg Grün und Rot fiel. Seit ca. 4 Monaten zeigt sich der Bulle indifferent. Er ging in eine Seitwärtsbewegung über. Im Januar 2013 verbessert sich die Laune, der Bulle zeigt den Beginn des Bullenmarktes, wechselt aber seit Anfang Februar in eine Seitwärtsbewegung. Die Kurzfristbewertungen (Grün: Note 1 – 2,5, Gelb: Note 2,5 – 3,5, Rot: Note 3,5 -5) halten sich die Waage.

Ab März erleben wir ein Wechselspiel zwischen Bären und Bullen, überwiegend jedoch mit Kurssteigerungen bis zu neuen Allzeit-Kurshöchstständen im DAX. Ende Mai kam dann der fast zu erwartende Rücksetzer:  “sell in May and go away”. Im Juni 2013 setzt eine Konsolidierung auf hohem Niveau (DAX ~ 8000 +/- 300) ein.

Zu ähnlichen Ergebnisses kommt Gianni Hirschmüller von „cognitrend“.

Beharrlich optimistische Anleger halten die Stimmungslatte oben. 8 Prozent der befragten Profis sind seit vergangenen Mittwoch long gegangen, 3 Prozent haben ihre Short-Engagements zu gemacht. Das bedeutet einen Stand des Bull/Bear-Index von sehr bullishen 70 Punkten, während der DAX rund 350 Punkte verloren hat und zeitweise auf dem Stand zu Jahresbeginn zurückgefallen war. Die privaten Anleger haben eine ähnliche Bewegung vollzogen, sind allerdings weiterhin auf einem skeptischerem Niveau.

Gianni Hirschmüller glaubt, dass die Käufe rein preisgetrieben sind und auf die niedrigen Kurse, weniger auf echtem Optimismus und positiveren Erwartungen über die fundamentale Entwicklung beruhen. Dabei ist das Einstiegsniveau gesunken, was die Verkaufsbereitschaft bei der nächsten Erholung erhöhe. Alles in allem sei das keine vielversprechende Gemengelage für den Markt.

Gefragt nach den erwarteten Punkten, haben Optimisten wie Pessimisten ihre Erwartungen nach unten angepasst. Insgesamt zeige sich eine erhöhte Unsicherheit, befindet Cognitrend.