An der Börse scheiden sich die Geister, was die weitere Entwicklung von deutschen Bluechips betrifft. Während die professionellen Investoren wieder leicht optimistischer geworden sind, oder besser gesagt weniger skeptisch, ist bei den Privatanlegern die Stimmung noch schlechter geworden. Eine Tendenz, die sich auch bei technischen Analysten beobachten lässt.

Das gemächliche Auf und Ab an der Börse, das die vergangenen Wochen geprägt hat, ist zu Ende: Nach einem heftigen Kursrücksetzer am Dienstag belastet auch am Mittwoch der drohende Militäreinsatz in Syrien die Märkte: Der DAX ist sogar wieder unter die Marke von 8.200 Punkten gerutscht. Das CATE Börsenthermometer, das das anteilige Verhältnis aller Kauf- (Grün) und Verkaufssignale (Rot) in der CATE-Watchliste zeigt, hat sich deutlich verändert. Die roten Verkaufssignale überwiegen nun deutlich. Der CATE-Bullencheck,  zeigt die Stimmung an der Börse.  Ist er grün, ist der Markt bullish, ist er rot, überwiegen die Bären, ist er gelb, herrscht eine Seitwärtsbewegung. Zur Zeit ist er gelb-rot.

Für Christian Schmidt von der Helaba hat sich das charttechnische Bild bereits mit den gestrigen Kursverlusten deutlich eingetrübt. „So wurde die lineare Regressionslinie bei 8.391 Punkten signifikant unterschritten“, erklärt der Analyst. Auch das sogenannte „Closing Tail“ – bei dieser Konstellation entspricht der Schlusskurs dem Tagestief – zeige, dass die Bewegungsdynamik auf der Unterseite zugenommen habe. Außerdem befänden sich verschiedene Indikatoren nun im Short-Modus.