Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat dazu geführt, dass nun auch erste Unternehmensanleihen mit negativer Rendite notieren. Kein Wunder: Die EZB hatte angekündigt, auch Anleihen von Unternehmen aus dem Nicht-Banken-Sektor mit selbst gedrucktem Geld kaufen zu wollen. Diese Ankündigung hat in den vergangenen Tagen die Kurse insbesondere von Corporate Bonds mit höherer Bonität steigen lassen. Konkretes Beispiel: Vergangene Woche notierte eine Anleihe des Emittenten Siemens mit Laufzeit bis 2018 mit einer Rendite von -0,05%! D.h. wenn Sie eine solche Anleihe kaufen, dann zahlen Sie sozusagen eine Gebühr dafür, dass Sie Siemens Geld leihen dürfen. Die Transaktionskosten sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Die betreffenden Unternehmen wird es freuen – doch aus Anlegersicht sind solche Anleihen ganz bestimmt keine attraktive Anlagemöglichkeit. Bei Staatsanleihen haben wir dieses Phänomen der „Negativ-Zinsen“ bereits seit einigen Monaten gesehen. Nun ist es also auch bei den ersten Unternehmensanleihen soweit…

In diesem Umfeld mit Minus-Zinsen sind weder Staatsanleihen noch Unternehmensanleihen attraktiv. Mit anderen Worten: Aktien sind derzeit völlig alternativlos.