„Das Börsenjahr 2013 war geprägt von Rekorden: höchster Dax-Stand, höchster Wert des Dow Jones Industrial Index und nicht zuletzt ein Rekord-Indexstand des S&P 500. Sogar der japanische Nikkei-Index setzte nach zwanzig traurigen Jahren der Talfahrt zu einer beachtlichen Aufschwung an.

Wer in den vergangenen zwölf Monaten in Indexzertifikate auf die oben genannten Leitindizes investierte, konnte nichts verkehrt machen. Im kommenden Jahr sollten Anleger jedoch genauer hinsehen, denn einige Branchen bieten besondere Chancen.

Für Investoren bleibt auch das Jahr 2014 mit großer Wahrscheinlichkeit ein Jahr des billigen Geldes. Der Grund: Die Notenbanken haben keinen Grund, die Zinsen wieder anzuheben. Die Fed in den USA verkündete am vergangenen Mittwoch sogar offiziell, dass sie zwar ihr Anleiheaufkaufprogramm um zehn Milliarden auf 75 Milliarden Dollar im Monat reduzieren wolle, gleichzeitig stellten die US-Notenbanker aber auch langfristig niedrige Leitzinsen in Aussicht….

Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa sind die Folgen der Finanzkrise nicht gelöst. Die Weltkonjunktur ist immer noch ein zartes Pflänzchen, das derzeit niemand, der politisch Verantwortung trägt, ernsthaft abwürgen will. Gleichzeitig sitzen die Staaten auf horrenden Schuldenbergen, die sie nur dann abtragen können, wenn die Zinsen niedrig bleiben.

Für Sparer, die auf Festverzinsliches setzen, ist dies eine schlechte Nachricht. Für Aktionäre ist es eine gute frohe Botschaft. Denn wer sein Kapital vermehren will, hat kaum eine andere Wahl, als in Aktien zu investieren. In den vergangenen drei Jahren war dies eindrucksvoll zu besichtigen, als die großen Aktienindizes immer neue Höchststände feierten.“ (Handelsblatt 27.12.13)